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Spürhunde gegen Borkenkäfer helfen dabei, den Wald zu retten

Der Borkenkäfer ist einer der größten Schädlinge für die Forstwirtschaft. Inzwischen gibt es aber Spürhunde gegen Borkenkäfer, um die Fichtenwälder in Deutschland zu retten und die Gesundheit der Bäume zu erhalten. Die Hunde helfen dabei, die gefräßigen Käfer aufzuspüren, damit der Wald gesund bleibt.

Ein gefährlicher Schädling

Klein, aber nicht harmlos – der Borkenkäfer ist ein äußerst gefährlicher Käfer, der sich von außen bevorzugt durch die Rinde von Nadelbäumen frisst. Zu seinen Lieblingsbäumen gehören die Fichten und mit ihrem ungezügelten Appetit bringen die Käfer ganze Wälder zum Absterben. Sie nutzen gerne Bäume mit schwachen Wurzeln, die schneller umstürzen können. Liegen die Bäume dann am Boden, produzieren sie weniger Harz, was die Insekten normalerweise daran hindert, die Rinde zu fressen. Begünstigt wird die Verbreitung des Borkenkäfers zudem durch trockene Sommer und durch unnatürlich gepflanzte Wälder. Sogenannte Monokulturen, die nur aus Fichten bestehen, sind ein Festessen für den kleinen Käfer.

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Die Käfer erkennen

Um dem Borkenkäfer rechtzeitig auf die Schliche zu kommen, setzen immer mehr Förster Hunde ein. Die Insekten selbst sind für den Hund jedoch unsichtbar, da sie sich in den Baum fressen. Aufgrund dessen setzen die Trainer der Hunde auf Pheromone, mit denen die Borkenkäfer „kommunizieren“. Die Duftstoffe empfindet der Hund als angenehm und wird dem Duft hinterher schnüffeln. So ist es leicht, die Fichtenbestände zielstrebig, schnell und erfolgreich nach den braun-roten Käfern abzusuchen. Allerdings ist diese Aufgabe für den Hund sehr anstrengend. Während der intensiven Suche schnüffelt der Spürhund mit einer Frequenz von 300 Schnüfflern pro Minute und dabei wird er noch von vielen anderen Gerüchen praktisch bombardiert. Alle 15 Minuten brauchen die Hunde deshalb eine Pause.

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Effektiv und effizient

Die Methode, mit Hunden nach Borkenkäfern zu suchen, ist umweltfreundlich, immer effektiv und zudem noch effizient. Sie macht es möglich, dass der Förster frühzeitig erkennen kann, ob sich der Borkenkäfer die Fichten schmecken lässt. Dazu kommt, dass die bereits befallenen Bäume noch rechtzeitig gefällt werden können.

Bild: @ depositphotos.com / FotoJagodka

Nadine Jäger