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Die Dürre in Deutschland ist vorbei

Seit mehr als sechs Jahren hat die Natur in Deutschland besonders im Norden und im Osten mit einer extremen Trockenheit zu kämpfen. Nach Ansicht der Forscher im Helmholtz-Zentrum in Leipzig ist die Dürre in Deutschland jetzt aber vorbei. Der Grund dafür sind der sehr nasse Herbst und der ebenso nasse Winter, die die Dürre aufgelöst haben. Deutschlandweit ist sie jetzt kein Problem mehr.

Ein weitreichendes Problem

Die Dürre hat in Deutschland nicht nur für sehr trockene Böden bis in die tieferen Schichten gesorgt, sondern auch gravierende Schäden angerichtet. Besonders davon betroffen sind die Wälder, was für zunehmende Diskussionen über die Sicherheit bei der Versorgung mit Wasser gesorgt hat. Eine solche Dürre ist immer ein Extremerlebnis, was aber, wie andere Erlebnisse dieser Art, auch wieder vorbeigeht. Die Menschen in Deutschland sind an Stürme oder Hochwasser gewöhnt, die Tage, manchmal aber auch nur Stunden angehalten haben. Eine Dürre, die mit großer Intensität mehrere Jahre anhielt, gab es zuletzt 1867.

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Nur noch einzelne Regionen

Zurzeit sind nur im Osten Deutschlands, in Brandenburg, Sachsen und vereinzelt in Mecklenburg-Vorpommern noch einige Regionen, deren Böden zu trocken sind. Dies hat aber seine Gründe, einer davon ist, dass die Niederschlagsmenge im vorigen Jahr knapp 40 Prozent zwar über dem langjährigen Mittel lag, jedoch nicht im Osten des Landes. Hier lag der Überschuss auf einem sehr niedrigen Niveau. Ein weiterer Grund ist, dass der Boden einen hohen Anteil an Lehm und Ton hat, wodurch das Wasser deutlich langsamer in den Boden nach unten vordringen kann.

Probleme mit dem Dürremonitor

Die Klimaforscher wollen die jetzige Situation zum Anlass nehmen, den sogenannten Dürremonitor zu überprüfen. Er ist das beste Berechnungsmodell für die aktuelle Feuchte des Bodens. Nachdem sich die Dürre aufgelöst hat, sind offenbar Fehler sichtbar geworden. So wurde beispielsweise die Niederschlagsmenge an der Station in Hannover-Langenhagen systematisch als viel zu niedrig eingestuft.

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Bild: @ depositphotos.com / unka2

Ulrike Dietz