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Wie Kühe das Klima schützen können

Kühe stehen als Klimakiller Nummer Eins immer wieder im Fokus, denn sie tragen erheblich zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. Klimaschützer sind deshalb der Meinung, dass nachhaltige Landwirtschaft nur ohne Kühe funktionieren kann. Das Gegenteil ist der Fall, sagen jetzt immer mehr Forscher, wer das Klima schützen will, braucht dazu auch Kühe und Rinder.

Methan – der Klimakiller

Jede Kuh produziert in nur einem Jahr 100 Kilogramm Methan, was zehn bis zwanzig Mal schädlicher für das Klima ist als CO2. Das Gas wird zum größten Teil über das Maul und den Darm der Kuh ausgestoßen, also durch Pupsen und Rülpsen. Dazu kommen noch Stickstoffoxide, die die Kühe ausstoßen und die ebenfalls schädlich für das Klima sind. Weltweit leben 1,6 Milliarden Kühe und Rinder, elf Millionen davon in Deutschland, die als Fleisch- und Milchlieferant dienen. Wie kann es sein, dass ausgerechnet Kühe jetzt für ein besseres Klima sorgen können?

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Auf das Futter kommt es an

Nach Ansicht der Wissenschaft ist nicht die Kuh, die das Klima zerstört, sondern der Mensch. Er ist für die Haltung und die Fütterung der Tiere verantwortlich und damit auch für die Menge an Methan, das die Tiere dann wieder von sich geben. Im Schnitt frisst eine Kuh zwischen 16 und 20 Kilogramm Futter und mit Gras allein können Rinder weder gute Fleischwerte noch Kühe gute Milchwerte erbringen. Der Mensch muss nachhelfen und gibt den Tieren Futtermittel, die sie nicht verdauen können. Wären die Haltung und vor allem die Fütterung artgerecht, dann könnten Kühe zu effektiven Klimaschützern werden. Sie wären dann in der Lage, ihren eigenen Klimaausstoß zu neutralisieren.

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So schützt die Kuh das Klima

Wenn die Kuh Gras abbeißt, regt sie das Gras zu neuem Wachstum an. Das Gras bildet in der Folge Feinwurzeln, die mehr CO2 speichern, als Wälder es können. Die Rinder treten die Graswurzeln dann als Mulchschicht nieder, was den Boden davor schützt, zu erodieren oder auszutrocknen.

Bild: @ depositphotos.com / rixipix

Ulrike Dietz