Zum Inhalt springen

KI kann gefährlichen Krebs voraussagen

Viele sehen die künstliche Intelligenz oder KI eher skeptisch. Für andere ist KI aber eine Bereicherung, vor allem, was die Medizin betrifft. So kann die KI einen sehr gefährlichen Krebs voraussagen, den Bauchspeicheldrüsenkrebs. Genauer gesagt: Wenn diese tückische Krebsart früher diagnostiziert werden kann, steigen auch die Heilungschancen.

Ein großes Potenzial

Mithilfe der Künstlichen Intelligenz ist es Forschern gelungen, Krebs der Bauchspeicheldrüse schon drei Jahre früher zu diagnostizieren. Der Krebs gehört zu den tödlichsten Krebsarten, die es gibt. Da er meist sehr spät erst entdeckt wird, vergeht wertvolle Zeit. In Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität Kopenhagen haben Wissenschaftler der renommierten Harvard Universität in den USA jetzt nachweisen können, dass die KI bei der Früherkennung von Krebs sehr hilfreich sein kann. So wird eine frühzeitige Behandlung möglich, was wiederum Leben retten kann.

Patienten identifizieren

Der Studie zufolge ist es der KI gelungen, Menschen, die ein hohes Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs haben, aus einem Datensatz zu identifizieren. Dies passiert schon drei Jahre, bevor es zur eigentlichen Diagnose kommt. Ein Screening, was auf der künstlichen Intelligenz basiert, kann dann bei der Suche nach Menschen helfen, die ein erhöhtes Krebsrisiko haben. Damit würde eine Behandlung deutlich effizienter sein. Ärzte müssen täglich wichtige Entscheidungen treffen und diagnostizieren, wer ein hohes Risiko für eine Krankheit mitbringt und wer nicht. Invasive und sehr teure Verfahren bergen immer ihre eigenen Gefahren. Ein KI-Tool, was sich nur auf diese Krebsart konzentriert, ist da von großer Bedeutung.

Eine schlechte Prognose

Nur rund 44 Prozent der Patienten, die die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs im Frühstadium bekommen, überleben fünf Jahre, so der Bericht der Universität von Harvard. Jedoch nur jeder achte Patient bekommt die Diagnose in einem frühen Stadium. Wenn der Tumor später erst entdeckt wird, wird er weiterwachsen und die Chance, die Krankheit zu überleben, sinkt auf zwei bis maximal neun Prozent. Dies geht aus früheren Studien hervor, die aus dem Jahr 2014 stammen. Die KI ist hier also eine echte Hilfe.

Bild: @ depositphotos.com / belchonock

Nadine Jäger