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So effektiv ist Umweltschutz durch Hecken

Blühende Bäume, bunte Blumen und auch das Grün der Wiesen – sie alle sind Boten des Frühlings. Wenn die Natur erwacht, wird eines aber gerne übersehen, und zwar die Hecken. Für viele sind sie ein Sichtschutz, für andere nur eine Begrenzung. Dass Umweltschutz durch Hecken durchaus sinnvoll sein kann, wissen jedoch nur wenige.

Die Hecke, ein Alleskönner

Falls es nicht gerade der schnell wachsende Kirschlorbeer ist, der für Tiere aller Art giftig ist, dann ist die Hecke ein echter Alleskönner. Sie dient als effektiver Windfang, sie filtert das Regenwasser, bildet gesunde Humuserde und schützt zudem vor Erosionen. Hecken können außerdem Kohlen- und Stickstoff binden und außerdem bieten sie den Vögeln einen hervorragenden Platz zum Nisten. Zugleich dienen sie vielen Tierarten als Nahrungsquelle und als ein sicherer Unterschlupf.

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Mehr Hecken für die Umwelt

Die Wissenschaft weist schon lange darauf hin, dass im Kampf gegen die Klimakrise dringend mehr Hecken gebraucht werden, und zwar überall dort, wo ausreichend Platz ist. In Deutschland hat sich die Zahl der Hecken seit den 1950er Jahren halbiert, in der Regel als Folge der Flurbereinigung. Würde die Zahl der aktuell existierenden Hecken verdoppelt, dann blieben sie immer noch unter einem Prozent der in Deutschland bewirtschafteten Flächen. Für die Landwirtschaft würde sich kaum etwas ändern, aber der Nutzen für die Umwelt und das Klima wäre extrem hoch, denn Hecken sind als Speicher für CO2 mit den großen Wäldern zu vergleichen.

Das Ökosystem Hecke

Hecken bekommen jetzt einen besonderen Stellenwert, und zwar im „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“, das die Regierung schon Ende März mit vier Milliarden Euro verabschiedet hat. Mit dem Geld sollen wertvolle Ökosysteme wie Auen, Moore, Wälder, Flusslandschaften und Hecken wieder in einen naturnahen Zustand gebracht werden. Kommunen und auch Landwirte, die die Grünfläche möglichst naturnah umbauen, können sogar darauf hoffen, Fördergelder zu bekommen. Viele Bundesländer unterstützen zudem die Neuanlage einer Hecke. Hat die Hecke an der Ackergrenze einst Diskussionen ausgelöst, so gehört sie heute wieder zum Landschaftsbild.

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Bild: © Depositphotos.com / shippee

Nadine Jäger