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Deutsche Badeseen haben sehr gute Wasserqualität

Nicht alle wollen in diesem Sommer verreisen, viele finden in einem nahegelegenen Badesee ihre Erholung. Geht es um die Sauberkeit, dann können fast alle deutsche Badeseen, aber auch die Küstengewässer und die Flüsse punkten, denn sie haben eine Top-Wasserqualität. Bei 90,2 Prozent hat das Wasser laut der EU-Umweltagentur sogar eine hervorragende Qualität.

Exzellente Bedingungen

Nach Aussage der EU haben die Badegewässer in Deutschland eine erstklassige Wasserqualität. Von den 2300 Gewässern, die von den Experten der EU untersucht wurden, waren die Wasserbedingungen bei 90,2 Prozent exzellent. Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit weiterhin bei der Qualität des Wassers im vorderen Mittelfeld. Noch besser als die deutschen Gewässer sind nur die Seen und Flüsse in Österreich, Kroatien, Griechenland und auf Zypern. Es folgen Dänemark, Malta, Bulgarien und Rumänien. Deutschland kam im Europavergleich auf den neunten Platz.

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Wer konnte nicht überzeugen?

Jedes Jahr erscheint der Bericht der EEA, die ihren Sitz in Kopenhagen hat. Im vorigen Jahr wurden 21.973 Gewässer in ganz Europa analysiert, 2292 allein in Deutschland. Im EU-Durchschnitt war bei 85,7 Prozent der Gewässer das Wasser ohne Beanstandungen, 95,9 erfüllten immerhin die Mindeststandards der EU. Aber es gab nicht nur Sieger, 14 der untersuchten Badestellen in Deutschland fielen bei den Experten der EU leider durch. Sie wurden von der Behörde der EU als mangelhaft eingestuft, und damit hat sich seit dem vergangenen Jahr nichts verändert. In diesen 14 Gewässern rät die EEA zu Badeverboten und es müssen Warnhinweise aufgestellt werden.

Was prüft die EEA?

Neben den Gewässern in den Ländern der EU wurden auch Seen und Flüsse in der Schweiz und in Albanien überprüft. Die Umweltagentur hat, wie in den Gewässern der Mitgliedsländer der EU, das Wasser auf Fäkalienbakterien untersucht und überprüft, wie hoch die Belastung durch diese Bakterien ist, die bei Menschen zu Krankheiten führen können. Bei fast allen deutschen Seen und Flüssen war die Belastung jedoch so geringfügig, dass keine Gefahr für die Gesundheit besteht.

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Bild: @ depositphotos.com / viliam.mucha@gmail.com

Nadine Jäger