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Algen – das Superfood der Zukunft?

In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird sich das Essverhalten im Vergleich zu heute deutlich verändern. Fleisch wird wahrscheinlich nicht mehr so eine wichtige Rolle spielen, wie es heute noch der Fall ist. Dafür rückt etwas Anderes in den Fokus: Algen. Sie gelten als das Superfood der Zukunft.

In Asien schon heute ein Trend

Sie sind sehr nahrhaft, reich an Vitaminen, sie stärken das Immunsystem und den Stoffwechsel – die Rede ist von Algen. In Asien ist das sogenannte Superfood schon lange ein gesundes Nahrungsmittel für die tägliche Mahlzeit, dort gehören Algen zu den Grundnahrungsmitteln. Inzwischen sind die Algen auch in Europa angekommen. Diese Form, sich zu ernähren, war vor 9000 bis 4000 Jahren schon einmal im Trend.

Spuren in der Vergangenheit

Eine neue Studie zeigt, dass Algen bereits in der Steinzeit auf jeden Speisezettel gehörten und ein fester Bestandteil der Nahrung war. Forscher aus Glasgow und New York haben an archäologischen Stätten Spuren untersucht und Proben aus dem Zahnstein von Frühmenschen entnommen. Sie fanden darin sowohl unterschiedliche Algenarten als auch andere Wasserpflanzen. Die Menschen in der Steinzeit wusste wahrscheinlich um die gesunden Vorteile der Meeresalgen. Selbst als die Landwirtschaft aufkam, blieben sie den Algen treu.

Das Lebensmittel der Zukunft

Heute werden Algen als Lebensmittel wiederentdeckt und stehen immer mehr im Fokus. Es ist aber nicht nur das gesundheitliche Potenzial, was die Meeresalgen mitbringen, denn sie haben noch mehr zu bieten. So brauchen Algen keinen Dünger, sie sind leicht zu züchten, sie benötigen kein wertvolles Frischwasser und speichern sogar CO2. Algen könnten demzufolge große Teile der landwirtschaftlich genutzten Flächen entlasten und auf lange Sicht gesehen zur Ernährungssicherheit der Weltbevölkerung beitragen.

Ideal sogar als Viehfutter

Nicht nur für Menschen sind Meeresalgen eine Bereicherung. Rotalgen beispielsweise eignen sich auch sehr gut als Futter für Rinder. Wird das Futter entsprechend umgestellt, dann verringert sich der Methanausstoß der Tiere um bis zu 95 Prozent, wodurch auch die Umwelt deutlich entlastet wird.

Bild: @ depositphotos.com / fudio

Ulrike Dietz
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