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Plastik im Meer – „Ocean Cleanup“ räumt auf

Seit zehn Jahren hat sich die niederländische Organisation „Ocean Cleanup“ die Rettung der Meere auf die Fahnen geschrieben. Sie wollen, wie der Name es schon verrät, für saubere Ozeane sorgen und haben damit Erfolg. Plastik im Meer ist ein Problem, das sich nicht mehr übersehen lässt, „Ocean Cleanup“ fischt dieses Problem von der Wasseroberfläche.

Erfolgreich in der Testphase

2021 startete „Ocean Cleanup“ mit einer mehrere Wochen dauernden Testphase. In dieser relativ kurzen Zeit haben die Mitarbeiter schon 29 Tonnen Plastikmüll aus den Ozeanen geholt. Gearbeitet wird mit einem sogenannten Müllfänger, einer 800 Meter langen Netzkonstruktion, die von zwei Schleppern in U-Form sehr langsam durch das Wasser gezogen wird. Der Müll, der auf diese Weise mit den Netzen gesammelt wird, kommt anschließend auf ein Schiff und wird anschließend an Land recycelt. Der Erfolg in der Testphase hat die Mitglieder der Organisation ermutigt, damit fortzufahren, und weitere Erfolge geben ihnen recht.

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Ein neuer Rekord

Inzwischen hat „Ocean Cleanup“ einen neuen Rekord aufgestellt und mehr als 200.000 Kilogramm Plastikmüll allein aus dem Pazifischen Ozean gefischt. Auf Twitter wurde mitgeteilt, dass das System 002/B der Organisation bei seiner ersten Sammlung in diesem Jahr wieder 6260 Kilogramm aus dem sogenannten Great Pacific Garbage Patch gezogen hat. Damit wurde der Meilenstein von 200.000 Kilogramm erreicht. Das Great Pacific Garbage Patch ist ein für seinen Plastikmüll berüchtigtes Gebiet im nördlichen Pazifik zwischen Asien und Nordamerika. Laut internationaler Studien befinden sich dort auf einer Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern rund 1,8 Billionen Teile aus Plastik.

Start in San Francisco

Der Gründer von „Ocean Cleanup“, der Niederländer Boyan Slat, hatte bereits in der Schule den Plan, die Weltmeere vom Plastikmüll zu befreien. Der erste Müllfänger startete im Herbst 2018 von San Francisco aus, damals allerdings noch als Testlauf. Im Laufe der Jahre wurde die Organisation von vielen Unternehmen und Universitäten überall auf der Welt unterstützt. Allerdings gab es auch Kritik, beispielsweise an der Nachhaltigkeit des Systems.

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Bild: @ depositphotos.com / jag_cz

Nadine Jäger