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So kämpfen die Retter der Ozeane für Meere ohne Müll

150 Millionen Tonnen Müll hauptsächlich aus Plastik schwimmen in den Weltmeeren herum, was dem Gewicht von 1500 Flugzeugträgern entspricht. Menschen, die auf das Problem Müll in den Meeren angesprochen werden, zucken vielfach nur die Achseln. Aber es gibt die Retter der Ozeane, die nicht einfach nur tatenlos zusehen, sondern die Meere vom Müll befreien wollen.

Das Problem Geisternetze

Gut zehn Prozent dieses Mülls sind alte Fischernetze, die entweder beim Fang verloren gegangen sind oder gekappt und anschließend versenkt wurden. Die klassischen Netze bestehen aus Nylon, einem Material, das sich zu Mikroplastik zersetzt. Bevor so etwas aber geschieht, werden die sogenannten Geisternetze noch einmal richtig gefährlich, denn darin verenden viele Meeresbewohner auf qualvolle Art und Weise. In Griechenland haben Hobbytaucher einen Verein gegründet, um aktiv gegen das Sterben der Meeresbewohner in den Geisternetzen vorzugehen. Jedes Wochenende treffen sie sich zum Tauchen und versuchen, so viele Geisternetze wie möglich aufzuspüren und an Land zu bringen.

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Kein Müll mehr in der Nahrungskette

Auch die Einwohner der englischen Grafschaft Cornwall kennen das Problem: der zunehmende Müll im Meer. Sie haben eine Bürgerbewegung ins Leben gerufen und sorgen dafür, dass der Müll erst gar nicht im Meer landet. Sie leisten bereits an Land die notwendige Aufklärungsarbeit und finden dabei großen Zuspruch. An den Aufräumarbeiten in der bei Urlaubern so beliebten Küstenregion beteiligt sich neben älteren Bürgern, Familien und ganzen Schulen auch die freiwillige Feuerwehr. Sie alle haben sich vorgenommen, dass die nächste Generation keinen Plastikmüll mehr in der Nahrungskette finden wird.

Vom Segler zum Müllsammler

Ein erfolgreicher Geschäftsmann reist zum Segeln nach Kanada und krempelt danach sein Leben komplett um. Als er sieht, wie viel Müll im Meer schwimmt, beschließt er, dagegen etwas zu unternehmen. Er gibt seinen Job auf und kümmert sich nur noch um die Rettung der Weltmeere. Seit zehn Jahren arbeitet er unermüdlich an seiner maritimen Müllbeseitigung und das mit großem Erfolg und vielen Unterstützern.

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Bild: @ depositphotos.com / YAY_Images

Nadine Jäger